Wiesenbrüterkartierung

2021 findet die 7 Erfassung der Bestände wiesenbrütender Vogelarten in Bayern statt.

Die Staatliche Vogelschutzwarte in Bayern hat dem LBV, den Auftrag erteilt die Erfassung zu koordinieren.

Dafür werden jetzt auch im Landkreis Traunstein Kartierer gesucht.

Schwerpunkt liegt dabei auf der Revierkartierung und der Erfassung des Bruterfolges.

Beim Kiebitz geht es dabei auch um die Zusammenarbeit mit den Landwirten.

Den viele Kiebitze brüten jetzt auf Ackerflächen. Hier geht es deshalb auch um die Aussteckung der Gelege auf dem Acker, damit die Gelege bei der

Feldarbeit nicht beschädigt werden.

Unter dem Begriff Wiesenbrüter, der alle im Grünland am Boden brütenden Arten umfasst, sind im Sinne der Wiesenbrüterkartierung speziell die folgenden Arten zu verstehen.

Kiebitz  ( Vanellus vanellus )

Großer Brachvogel ( Numenius )

Braunkehlchen  ( Saxicola rubetra )

Wiesenpieper ( Anthus pratensis )

Bekassine ( Gallinago gallinago )

Rotschenkel  ( Tringa totanus )


Uferschnepfe, Wachtelkönig und Grauammer

Erfassungskulisse der bayernweiten Wiesenbrüterkartierung 2021

Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen-für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur

Im April kommen Flußregenpfeifer  und Flußuferläufer aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Sie brauchen dann die Kiesbänke der Flüsse

und Seen, auf denen sie brüten und ihre Jungen aufziehen können.

Aber durch die Begradigungen der Flüsse sind sie nur noch selten vorhanden.

Deshalb ist es so wichtig, das die wenigen Kiesbänke nicht nur von uns Menschen für die Freizeitgestaltung genutzt werden, sondern auch die Vögel noch eine Chance bekommen hier in Ruhe zu brüten.

Das Interreg-Projekt " Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen" setzt sich genau mit dieser Problematik auseinander und will damit

grenzüberschreitend die Vorraussetzungen für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur schaffen.

 

An der Tiroler Achen, werden nach der Feststellung der Brutplätze von Flußregenpfeifer und Flußuferläufer, mobile Besucherlenksysteme

mit Hilfe von Schildern geschaffen.

So können hoffentlich die gefährdeten Vogelarten hier noch ungestört ihre Jungen aufziehen.

                     

Wichtig ist jetzt nur das die Brutpläze großräumig gemieden werden und auf den Kiesbänken keine Hunde freilaufen.

 

Wer Beobachtungen, vor allem auch von Jungvögeln von Flußregenpfeifer und Flußuferläufer an der Tiroler Achen macht,

bitte diese in der Onlineplattform Ornitho eingeben oder direkt bei der Gebietsbetreuung Achental Magdalena Bahr melden

Denn auch nach dem Ende des grenzüberschreitenden Interregprojekte, soll die erfolgreiche Besucherlenkung an der Tiroler Achen weitergeführt werden.

Ein Arbeitskreis, unter der Leitung der Gebietsbetreuerin Achental, ist bereits gegründet worden.

Sie freut sich natürlich auch weiterhin, auf Unterstützung aus der Bevölkerung und Freiwillige die bei der genauen Feststellung der Brutplätze

im Frühling mithelfen und später den Bruterfolg mit dokumentieren.

E-Mail gebietsbetreuer@oekomodell.de

Flußregenpfeifer    ( Charadrius dubius )                                                                                                  Flußuferläufer (  Actitis hypoleucos )

Wasservogelzählungen am Chiemsee

Wegen seiner Bedeutung als Rast-und Überwinterungsgewässer für nord- und osteuropäische Vögel gehört der Chiemsee seit 1976 zu den geschützten Feuchtgebieten internationaler Bedeutung (Ramsargebiet).

Die Zeit von September bis April ist für Vogelbeobachtungen eine besonders reizvolle Zeit. In diese Zeitspanne fällt dann auch das deutschlandweite Monitoring rastender Wasservögel.

Die Wasservogelzählung am Chiemsee findet einmal pro Monat von September bis April statt. Wir führen so eine Tradition fort, die bis in die 1960er Jahre zurückreicht.

Gezählt werden alle Wasservögel, also Seetaucher, Schwäne, Gänse, Enten aber auch Rallen, Lappentaucher, Reiher, Kormorane, Limikolen, Flamingos, Möwen und Seeschwalben. Zusätzlich kommen noch See- und Fischadler sowie der Eisvogel hinzu.

Dazu sind am Chiemsee, bis zu 20 Ehrenamtliche in 7 verschiedenen Zählgruppen, einen Samstagvormittag im Monat bei Wind und Wetter unterwegs. Unsere Daten leiten wir auch ans Landesamt für Umweltschutz (LfU) weiter. Dort fließen sie ein in nationale und internationale Untersuchungen zur Bestandsentwicklung und Verbreitung  von Rastbeständen.

Die durch den Klimawandel bedingten Verschiebungen von Rastgebieten in Europa lassen sich so nachzeichnen. Ebenso wird ein Beitrag geleistet zu Berichten nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinien und anderen internationalen Naturschutzkonventionen.

 

Wer jetzt Lust bekommen hat bei diesem wichtigen und interessanten Projekt mitzumachen, sollte Begeisterung für die Vogelwelt und ein gewisses Durchhaltevermögen  mitbringen. Die Artenkenntnis wächst mit der Zeit von allein und der Spaß an der Sache darf natürlich nicht zu kurz kommen, da wir ja freiwillig unterwegs sind.

Neue Mitzähler sind jederzeit willkommen und melden sich bitte bei  Ulrike Riedel :  rechtsanwaeltin@ulrike-riedel.de

Hier schon mal ein paar Aufnahmen von Wasservögeln die es am Chiemsee zu beobachten gibt.

Artname nach Klick aufs Bild

Fotos Annette Schulten

LBV_OAG-Chiemgau_Rundbrief_2013.pdf
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In Andenken an Michael Lohmann möchten wir mit diesem Rundbrief die lange Tradition der Vogelbeobachtung im Chiemgau fortsetzen.

Für 2013 wurden bereits über 11000 Datensätze ausgewertet. Die Ergebnisse  weiterer ornithologischer Projekte sind mit eingeflossen.