Der Chiemgau wählt mit beim Vogel des Jahres 2021

Schon seit 1971 küren LBV und NABU den „Vogel des Jahres“. Bislang entschied eine Runde von Expert*innen, wer den Titel tragen darf. Zum 50. Jubiläum ist alles anders! Erstmals entscheiden alle Menschen in Deutschland gemeinsam, wer der „Vogel des Jahres“ wird. Auch wir!

Bis 15.12.2020 lief die Vorwahl: 10 aus 307 Arten

Alle bei uns brütenden Vögel und die wichtigsten Gastvogelarten standen zur Wahl. Die zehn Kandidaten mit den meisten Stimmen gehen nun in die Hauptwahl:

1. Stadttaube (8937 Stimmen)
2. Rotkehlchen (5962 Stimmen)
3. Amsel (5088 Stimmen)
4. Feldlerche (5069 Stimmen)
5. Goldregenpfeifer (4772 Stimmen)
6. Blaumeise (4532 Stimmen)
7. Eisvogel (3764 Stimmen)
8. Haussperling (3734 Stimmen)
9. Kiebitz (3680 Stimmen)
10. Rauchschwalbe (3574 Stimmen)

Damit kamen gleich 2 Arten in die TopTen, die typisch für den Chiemgau als Vertreter folgender Lebensräume sind:

  • Kiebitz für die Offenflächen
  • Rauchschwalbe für Gebäudebrüter
  • (Auerhuhn für die Berge)

Das Auerhuhn als Vertreter der Berge schaffte es leider nur auf Platz 16.

 

Im Januar folgt dann die Hauptwahl: Vogel des Jahres 2021

Ab dem 18. Januar 2021 geht es um den Titel: Wer wird Vogel des Jahres 2021? Die Top 10-Kandidaten stellen sich einer Stichwahl. Am 19. März steht fest, wer die meisten Stimmen erhalten hat und damit der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres ist.

 

Earth Night am Do. 17.09.2020

Für Donnerstag, den 17. September, hat die bundesweite Initiative "Paten der Nacht" erstmalig zur sogenannten "Earth Night" aufgerufen. Bei dieser Aktion soll für wenigstens eine Nacht im Jahr das menschengemachte Kunstlicht so weit wie möglich reduziert werden.         

Anders als bei der Earth Hour im März (bei der das Licht für nur eine Stunde abgeschaltet wird, um symbolisch auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen), wird bei der jetzigen Earth Night eine ganze Nacht (ab 22 Uhr) das Licht reduziert. Die Gemeinden Bernau und Aschau nehmen an der Aktion teil, auch viele Verbände, Wissenschaftler und Firmen unterstützen die Initiative.       

Die Aktion will auf die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht und seinen Folgen für Mensch, Umwelt und Natur aufmerksam machen. Sinnlos leuchtendes sowie fehlgelenktes Licht ist pure Energieverschwendung und schadet dem Klima. Das ist bekannt. Kaum bekannt ist, was Licht darüber hinaus noch alles anrichtet: Es lässt den Sternenhimmel verblassen und macht den Schlaf weniger erholsam. Es irritiert Pflanzen und lenkt Vögel auf ihre Flugrouten fehl. Es tötet im Sommer milliardenfach Insekten, die uns und der Natur dann als Bestäuber sowie den meisten Tieren als Hauptnahrungsquelle fehlen. Ganze Ökosysteme geraten wegen dieser sogenannten Lichtverschmutzung aus dem Takt.          

Höchste Zeit, zu reagieren und einen bewussteren Umgang mit der Ressource Licht zu pflegen. Erst recht, weil es bisher so gut wie keine Gesetze zur Eindämmung der Lichtverschmutzung gibt. Dabei ist mit kaum etwas derart schnell, kostengünstig und einfach nachhaltiger Umweltschutz zu betreiben, wie durch einen veränderten, das heißt verantwortungsvolleren Umgang mit Licht. Die Earth Night soll ab 2020 immer zum September-Neumond stattfinden.           

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.earth-night.info/.       

Wir bitten Sie, sich nach Ihren Möglichkeiten an der Earth Night zu beteiligen und alle überflüssigen Kunstlichter im Freien auszuschalten, die Vorhänge oder Jalousien zu schließen, keine Bäume, Teiche usw. zu beleuchten usw. Denn dann können  wir gemeinsam, bei gutem Wetter, den klaren Sternenhimmel über uns bewundern.