Junger Gartenrotschwanz   Foto: Dr. C. Stierstorfer
Junger Gartenrotschwanz Foto: Dr. C. Stierstorfer

Generell möchten wir folgendes vorausschicken: Vögel sind Wildtiere. Die Entnahme eines Vogels sollte immer als Notmaßnahme gesehen werden.

Wenn Vogelkinder durch die Büsche oder über Rasenflächen hüpfen und aus umliegenden Gehölzen klagenden Bettelrufen nach Futter schreien, sind das keine Hilfeschreie! Dies ist ein natürliches Verhalten.
Wer Hauskatzen besitzt und trotzdem Vogelkinder in seinem Garten haben will, sollte seinen Stubentiger für ein paar Tage im Haus halten.

 

Jungvögel können ins Nest zurückgesetzt werden

Bevor Sie einen scheinbar verlassenen Jungvogel aufnehmen, beobachten Sie bitte aus sicherer Entfernung mindestens eine Stunde lang, ob er nicht doch noch von seinen Eltern versorgt wird.

Verloren gegangene Jungvögel werden bis zu 24 Stunden lang von ihren Eltern gesucht. Ein kurz aufgenommener Jungvogel kann ohne Probleme wieder zurück in eine Astgabel am Fundort gesetzt werden.

 

Es gibt zwei Ausnahmen, in denen geholfen werden darf: Sehr junge und noch kaum befiederte Tiere, die aus dem Nest gefallen sind, können vorsichtig zurückgesetzt werden.

Desweiteren können bei Gefahr durch Katzen oder an vielbefahrenen Straßen die Vogeljungen in Hörweite vom Fundort umgesetzt werden, am besten erhöht in eine Astgabel oder in eine Hecke.

 

 

Junger Gartenrotschwanz Foto: Dr. C. Stierstorfer

Sollte ein Vogel erkennbar verletzt sein, oder Hilfe benötigen, können SIe uns gerne kontaktieren. Ansprechpartner ist Vivien Zwick, Tel. 0152 534 909 34. Den Vogel können wir dann evtl. an Pflegestellen vermitteln. Wir selbst haben als Arten- und Biotopschutzverein keine Möglichkeit, Jungvögel aufzuziehen.