Amphibienwanderung im Landkreis

Mit den ersten frostfreien Nächten, oft schon im März, erwachen Frösche, Kröten und Molche aus ihrem Winterschlaf.

Nun beginnt die Wanderung zu ihren Laichgewässern. Oft müssen sie dabei Straßen überqueren.

Deshalb werden an besonders gefährlichen Stellen für sie Amphibienschutzzäune entlang vielbefahrener Straßen aufgestellt.

So z.B. bei der Kiesgrube Brodeich/Erlstätt.

Hier kontrollieren ehrenamtliche Helfer morgens und abends die Zäune und tragen die Tiere sicher über die Straße.

An einigen Stellen im Landkreis sind in den letzten Jahren feste Amphibiendurchlässe unter der Straße errichtet worden.

Wo solche Maßnahmen leider nicht ergriffen werden können, gilt in dieser Zeit besondere Vorsicht.

Entlang der Bundesstraße B305 zwischen Ruhpolding und Reit im Winkel, wandern in Regennächten tausende von Amphibien über die Straße.

In solchen Fällen wird sie aus Gründen des Tierschutzes und der Verkehrssicherheit in der Nacht zwischen Seehaus und Seegatterl gesperrt.

Die Amphibienwanderung hier im Dreiseengebiet zählt mit zu den größten in ganz Deutschland.

Die Tiere brauchen auch unseren Schutz, denn mittlerweile sind 14 der 19 heimischen Amphibienarten bedroht.

Selbst so häufige Arten wie der Grasfrosch stehen heute deutschlandweit auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten.